WÄRME aus der NATUR.

Wirtschaftlich heizen mit Holz.

Lexikon

  • Asche entsteht beim Verbrennen von organischem Material, etwa Pellets. Im Pelletkessel wird Asche in einem speziellen Aschebehälter gesammelt.
  • Abrieb, so sind die Feinanteile in den Pellets gemeint. Der maximal zulässige Abrieb ist in den Qualitätsnormen DINplus und Ö-Norm 7135 mit <2,3 % festgelegt. Je geringer der Abrieb, desto geringer die Anfälligkeit der Heizungsanlage auf Funktionsstörungen und desto größer der Heizwert.
  • Biomasse ist die durch Pflanzen oder Tiere gebildete organische Substanz. Diese besitzt einen hohen Gehalt an Kohlenwasserstoffen. Daher kann sie zur Gewinnung von Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung eingesetzt werden, z. B. durch Verbrennung von Holz, Stroh, Getreide, Gras, Laub, den Ölen aus Nutzpflanzen (Raps, Sonnenblumen) oder durch die Gewinnung von Biogas aus Klärschlamm, organischem Müll, Gülle etc.
  • Der Brennwert von Pellets ist die Energie, die bei einer vollständigen Verbrennung im Pelletkessel oder -ofen abgegeben wird, wenn das Abgas bei konstantem Druck bis auf die Bezugstemperatur zurückgekühlt wird. Der Brennwert beinhaltet also zusätzlich die durch Kondensation des entstandenen Wasserdampfes freiwerdende Energie – die Kondensationswärme. Früher wurde dieser Wert als „oberer Heizwert“ bezeichnet.
  • DIN 51731. Zertifizierungsprogramm „Holzpellets zur Verwendung in Kleinfeuerungsstätten“.
  • DINplus ist gemeinsam mit der Ö-Norm M7135 (Österreich) und der DIN 51731 das wichtigste Qualitätsmerkmal für Holzpellets.
  • Die neue EU-Norm EN 14961-2 löst die bisher gültige DIN-Norm ab. Das Zertifikat ENplus erfüllt mit seinen Auflagen nicht nur die neue EU-Norm, sondern übertrifft diese in vielen Punkten. Das neue Qualitätssiegel sorgt so für möglichst geringe Emissionen und ein störungsfreies Heizen bei gleichzeitig hohem Brennwert.
  • Als Energieholz bezeichnet man Holz das aus landwirtschaftlich genutzten Dauerkulturen stammt und durch seine Schnellwüchsigkeit und hohen Biomasseerträge zunehmend ins Interesse der Landwirtschaft rückt. Im praktischen Sprachgebrauch werden für diese Art von Hölzern auch die Begriffe Feldholz, Energieholz, Plantagenholz oder KUP-Holz (Kurzumtriebsplantagen) verwendet.
  • Feuerholz ist speziell aufbereitetes Holz, wie Buchenholz, Eiche, Birke, Erle und Ahorn, das zum Heizen benutzt wird. Aufgrund seiner niedrigen Preise und seiner Umweltverträglichkeit wird es vermehrt in Kaminen und Heizungsanlagen verwendet. Es gibt unterschiedliche Arten von Feuerholz. Weit verbreitet sind Holzscheite und gepresste Briketts.
  • Zu den fossilen Brennstoffen gehören Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle, die fast 90 Prozent des weltweiten Energiebedarfs abdecken. Der Hauptbestandteil ist Kohlenstoff, der bei der Verbrennung zum klimawirksamen Kohlendioxid umgewandelt wird. Neben dem Kohlendioxid werden als Schadstoffe je nach Zusammensetzung des Brennstoffes auch Schwefeldioxid und Stickoxide freigesetzt. Die Vorräte an fossilen Brennstoffen werden vermutlich in 40 bis 100 Jahren erschöpft sein.
  • Hackschnitzel bestehen aus Holz, das mit einem Häcksler zerkleinert wurde. Sie werden in der holzverarbeitenden Industrie sowie im Pilzanbau verwendet, aber auch als Brennstoff in Heizkraftwerken oder Hackschnitzelheizungen. Inzwischen werden Hackschnitzel in Blockheizkraftwerken nicht nur für die Erzeugung von Wärme, sondern auch zur Stromerzeugung eingesetzt.
  • Der Heizwert eines Brennstoffes ist der Brennwert abzüglich der Kondensationswärme des Wasserdampfes und beschreibt damit die bei einem Verbrennungsprozess maximal nutzbare Wärmemenge. Er wird daher auch „unterer Heizwert“ genannt.
  • Holzbriketts werden aus trockenen und unbehandelten Säge- und Hobelspänen hergestellt. Diese Holzreste werden unter sehr hohen Druck zu harten und gleichmäßigen Briketts gepresst. Als Bindemittel dient das holzeigene Harz. Holzbriketts haben einen sehr hohen Heizwert, da ein besonders geringer Wasseranteil in Form von Feuchte enthalten ist. Je nach überwiegender Holzart liegt der Heizwert bei etwa 4,5 kWh pro kg. Es giebt unterschiedliche Sorten: RUF Holzbriketts, runde Holzbriketts und PinyKay-Holzbriketts aus Weichholz und Hartholz.
  • Holzpellets sind Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Holz. Sie sind ca. 2 cm lang und 0,5 cm dick und werden in Pelletöfen oder in Pelletzentralheizungen verbrannt. Als Bindemittel dient das holzeigene Harz. Pellets haben aufgrund ihrer geringen Restfeuchte einen besonders hohen Heizwert, der bei etwa 5 kWh/kg liegt. Sie zählen zu den regenerativen Rohstoffen, da deren Verbrennung fast CO2-neutral ist.
  • Lignin ist als Naturstoff und als Bestandteil des Holzes ein wichtiges Bindemittel für die Herstellung von Holzpellets.
  • Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte (z. B. Holz, Raps, Stroh), die z. B. als Dämmstoffe, Schmierstoffe und Hydraulikflüssigkeiten oder Arzneimittel verwendet werden. Die häufigste Anwendung ist der Ersatz oder Zusatz von erdölbasierten Kraftstoffen für Automobile oder die Verbrennung in Heizkraftwerken.
  • Ein Pelletofen ist ein von Hand beschickter Einzelofen. Im Unterschied zur Pelletzentralheizung wird ein Pelletofen unabhängig vom Heizsystem des Hauses betrieben.
  • Eine Pelletheizung ist eine Heizungsanlage die mit Holzpellets betrieben wird. Für Gebäude übernehmen Zentralheizsysteme die Warmwasser- und Wärmeversorgung. Pelletheizungen gelten als umweltschonende Wärmeerzeugung, denn sie weisen sehr niedrige Schadstoffemissionen auf. Der Ascheanfall beträgt lediglich 5 kg bei einer Tonne verbrannter Pellets.
  • PinyKay-Holzbriketts sind hoch verpresste Holzspäne – überwiegend von Hartlaubhölzern – und eignen sich bei geringer Luftzufuhr des Ofens hervorragend dazu, Glut zu erhalten. Sie haben einen eckigen Durchmesser mit Innenloch.
  • Rindenbriketts bestehen aus der Rinde des Baumstamms, die, mechanisch aufbereitet und getrocknet, als Brennstoff in Kaminen eingesetzt wird. Rindenbriketts werden selten als einziger Energieerzeuger verwendet. Sie eignen sich als Ergänzung zu Schichtholz oder Holzbriketts. Aufgrund der guten Wärmespeichereigenschaften werden Rindenbriketts meist erst auf das fast komplett herunter gebrannte Holz gelegt.
  • RUF-Holzbriketts werden eckige Briketts gennant. Die Form und Größe eignet sich für die Verwendung in kleinen Kamin- und Kachelöfen, für Küchenherde und die Zentralheizung.
  • Bei der Verbrennung von Pellets wird die in den organischen (brennbaren) Bestandteilen des Brennstoffes gebundene chemische Energie durch Oxidation mit Sauerstoff in Wärme umgewandelt. Die anorganischen (nicht brennbaren) Bestandteile des Brennstoffes finden sich in Form von Asche wieder.
  • Verbrennungsluft. Jede Art der Wärmeerzeugung durch Verbrennung benötigt den Sauerstoff. Fehlt Sauerstoff, kann der Brennstoff nicht vollständig oxidieren, d. h. verbrennen. In der Folge sinkt die Wärmeleistung und die Brennstoffausnutzung. Ruß kann sich bilden und es entsteht giftiges Kohlenmonoxid. Eine ausreichende Luftzufuhr zur Feuerstätte muss sichergestellt sein.
  • Wirkungsgrad. Das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei der Energieumwandlung nennt man Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad misst die Energieeffizienz des Ressourceneinsatzes. Der Wirkungsgrad einer Pelletheizung wird aus dem Verhältnis der eingesetzten Holzmenge und abgegebener Heizwärme ermittelt. Je besser das Verhältnis, desto höher der Wirkungsgrad der Pelletheizung.

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